Besonderes Glas aus Meisterhand
Glas ist ein uralter Werkstoff, der wohl vor Jahrtausenden per Zufall beim Feuermachen auf Sand entdeckt wurde. Vasen aus Glas kannten bereits die Bewohner Mesopotamiens. Leider ist die Kunst des handwerklichen Glasmachens heute durch das Industrieglas nahezu verschwunden. Weltweit gibt es nur mehr drei Manufakturen die dieses Handwerk beherrschen. Das Unternehmen Lamberts ist eines davon.
Ob Denkmalschutz, Kirchen oder Flughäfen, für jeden Bedarf entstehen in Waldsassen perfekte Gläser. Damit sind strenge Wärmeschutzvorschriften ebenso einzuhalten, wie ästhetische Vorstellungen eines Architekten. So hat Lamberts beispielsweise für den Münchner Justizpalast spezielle Gläser geliefert, die sowohl dem Denkmalschutz entgegenkamen, als auch der gültigen Wärmeschutzverordnung dank einer Kryptonfüllung gerecht wurden. Mit einer Gesamtstärke von zehn Millimeter ist das Lamberts-Isolierglas sogar besonders dünn und beeinträchtigt das ästhetische Empfinden in keiner Weise.
Natürlich wissen die Oberpfälzer auch, wie man „alte“ Butzengläser herstellt. Auch diese werden, wie kann es anders sein, mit der Glaspfeife in handwerklicher Einzelproduktion aus einer Kugel geformt. In diesem Fall wird allerding nur der Boden der Kugel verwendet, die vor dem Aufschneiden noch geplättet wird. Jede Butze von Lamberts ist daher ein Unikat und unterscheidet sich deutlich von „unechten“ Butzenscheiben, die geschleudert oder gepresst werden.
Ganz nach Wunsch sorgen die Spezialisten bei Lamberts dafür, dass Metalloxyde aus Eisen, Chrom, Kobalt oder sogar Gold in das Glas gemischt werden, um gelbe, grüne, blaue oder rosafarbige Effekte zu erzielen. Gerne wird auf das sogenannte ›Überfangglas‹ zurückgegriffen, das wie eine Zwiebel aus verschiedenfarbigen Gläsern erschmolzen wird. Gleichmäßige Verläufe sind mit dieser Technik ebenso möglich, wie wolkige oder aufgerissene Strukturen. Produkte, die aus diesem Glas hergestellt wurden, sind in jedem Fall Unikate, da eine exakt identische Struktur kein zweites Mal machbar ist.
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Damit aus einem Zylinder ein flaches Gebilde wird, muss er auf der Längsseite aufgeschnitten werden, wodurch eine Abwicklung möglich wird. -
Nachdem der Zylinder geschlitzt ist, wird er langsam auf 850 Grad Celsius erhitzt. Dadurch wird er wieder formbar, was erlaubt, ihn am Ende des Ofens auf einer flachen Platte abzuwickeln.
Gläser aus Doppelüberfang können sogar stufenweise abgetragen werden. Durch das Entfernen der Farbschichten entstehen sehr schöne Kontraste, was dieses Glas für Türschilder ebenso qualifiziert, wie für geschmacksvolle Lampen. Das Abtragen der Glasschicht kann dabei per Diamantscheibe oder via Sandstrahlen erfolgen.
Sind früher Glasscherben mühsam mit Blei zu einem farbenfrohen Kunstwerk oder zu einer quietschbunten Tiffany-Lampe verarbeitet worden, so haben es moderne Silicone möglich gemacht, besonders filigrane und gleichmäßige Glasmosaike zu entwickeln. Diese sind sogar bruchfest, da auf der Rückseite ein Industrieglas zur Stabilisierung aufgebracht werden kann.
Für Kirchen ist es besonders wichtig, ein Glas zu verwenden, das die UV-Strahlung der Sonnen abhält, um die in den Kirchen aufgehängten, jahrhundertealten Gemälde nicht zu schädigen. Auch hier hat Lamberts passendes im Portfolio, das bereits in der Wittenberger Lutherkirche sowie im Münster von York seine Talente unter Beweis stellen konnte.
Natürlich finden nicht zuletzt anspruchsvolle Häuslebauer tolle Ideen für ihr Traumhaus. Ob wetterfeste Fassade, repräsentative Eingangstüre, ansprechende Fensterverglasung oder ausgefallene Beleuchtungslösungen, es lohnt sich, einmal die Produkte aus Waldsassen in Augenschein zu nehmen. Alleine schon die wunderschönen Lampen aus Streaky- oder aus Überfang-Glas sind eine Überlegung wert, sein Heim damit auszustatten. Wer nun denkt, dass das begrenzte Budget den Genuss deutscher Wertarbeit wohl in weite Ferne rücken lässt, wird die preiswerten Lösungen und das Eingehen von Lamberts auf individuelle Kundenwünsche wohlwollend zur Kenntnis nehmen.