Handschuhe für Unfallopfer

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Lederkunst der besonderen Art 

Wie selbstverständlich geht jeder davon aus, dass er in seinem langen Arbeitsleben niemals verunglückt. Obwohl Maschinen im Laufe der Zeit immer sicherer wurden und Arbeitsabläufe wohlüberlegt niedergeschrieben sind, erleiden jedes Jahr immer noch viele tausend Personen einen schweren Arbeitsunfall. Gut zu wissen, dass man dann im Fall einer Fingeramputation von der Manufaktur Huth einen maßgefertigten Handschuh erstehen kann, der viel dazu beiträgt, das kommende Freizeit- und Arbeitsleben erträglich zu gestalten.

Das Unternehmen Handschuhwerkstatt Huth hat sich auf das Anfertigen von Handschuhen für Unfallopfer spezialisiert, die dadurch wieder einfacher ihrem Alltag beziehungsweise Beruf nachgehen können.

Ausschließlich hochwertige, bestens gegerbte Lederhäute von ausgesuchter Qualität werden vom Unternehmen Huth in handwerklicher Form zu eleganten Handschuhen verarbeitet.

Es wird geschätzt, dass in Deutschland pro Jahr etwa 40.000 bis 60.000 Amputationen vorgenommen werden. Darunter ist eine unbekannte Zahl von Amputationen im Handbereich. Gerade in Druckereien oder metallverarbeitenden Betrieben passiert es schnell, dass die Hand sich in drehenden Teilen verfängt und dabei Finger abgerissen werden. Obwohl die Mikrochirurgie mittlerweile sehr viel leistet, kann in einer Vielzahl an Fällen das abgerissene Fingerstück nicht mehr angebracht werden.

Wenn dann nach dem Heilungsprozess die vernarbte Hand genutzt wird, stellt man schnell fest, dass früher selbstverständliche Tätigkeiten, wie Greifen oder Festhalten nur mehr unter Mühen, wenn überhaupt möglich sind. Hinzu kommt, dass die Narbe oft sehr schmerzempfindlich ist, was ein zusätzliches Hindernis auf dem Weg in den Arbeitsalltag darstellt. Eine gute Hilfe stellen Handschuhe dar, die der individuellen Restanatomie der Hand angepasst sind. Leider sind die Spezialisten, die den Beruf des Handschuhmachers gelernt haben, in Deutschland so gut wie ausgestorben.

Zu verdanken ist dies der asiatischen Konkurrenz, die mit Dumpingpreisen viele ehemalige Anbieter vom Markt verdrängt hat. Doch gibt es immer noch eine wackere Gruppe von Handschuhmachern die in einer Nische überlebt haben. Eines davon ist das Unternehmen Huth, das sich auf die Anfertigung hochwertiger Handschuhe für Unfallopfer spezialisiert hat.

Hier können Billiganbieter nicht mithalten, da in diesem Fall Experten gefragt sind, für die es kein Problem ist, einzelne Handschuhe perfekt passend zur jeweiligen Resthand anzufertigen. Das Unternehmen hat eine große Handschuhmachertradition und wurde bereits im Jahre 1881 im damals Österreich-Ungarischen Abertham gegründet.

Handschuhe für Unfallopfer sind stets Unikate. Die Einzelteile werden von Hand ausgeschnitten und zusammen vernäht.

Im Normalfall nehmen Berufsgenossenschaften den ersten Kontakt zum Handschuhhersteller auf und geben auch gleich die Maße der verunfallten Hand durch. Dadurch, dass Profis auf beiden Seiten des Schreibtisches miteinander korrespondieren, kann in der Regel auf das persönliche Erscheinen in der Würzburger Werkstatt von Huth verzichtet werden. Dennoch wird mit hoher Sicherheit der Handschuh auf Anhieb passen.

Doch im Gegensatz zur Anfertigung von Handschuhen für unverletzte Hände kann hier nicht mit Anreißschablonen gearbeitet werden, die das Anzeichnen und somit das Zuschneiden des Handschuhrohlings erleichtern. Vielmehr muss jede Hand einzeln auf Papier übertragen und exakt vermessen werden, damit eine passende Skizze auf das Leder übertragen werden kann.

Im Gespräch mit dem Kunden wird zudem der Zweck des Handschuhs ermittelt, um das dazu passende Material auszuwählen. Schließlich muss ein Handschuh zum Autofahren andere Ansprüche erfüllen, als ein Schutzhandschuh für den Arbeitsplatz. Übrigens wird bei der Handschuhherstellung das französische Zoll verwendet, das 2,707 cm entspricht.

Ohne giftige Inhaltsstoffe

Wenn ein normaler Handschuh herzustellen ist, kann das Unternehmen Huth auf Stanzschablonen zurückgreifen, die teilweise schon über 50 Jahre ihren Dienst tun.

Wer sich beim Unternehmen Huth einen Handschuh bestellt, kann sicher sein, höchstwertige Ware zu erhalten, die garantiert keine giftigen Inhaltsstoffe aufweist, was der Gesundheit abträglich wäre. Unter dutzenden Ledersorten in verschiedenen Farben kann gewählt werden. Ob mit Fell oder ohne, ob mit Farbkombination oder lieber Einfarbig, es gibt nichts, was nicht zu haben wäre. Natürlich kann nicht davon ausgegangen werden, dass jedes Leder für jeden Zweck geeignet ist, doch erfährt man im Beratungsgespräch, dass Arbeitshandschuhe besser aus Ziegenleder gemacht werden sollten, da diese Lederart sehr gut wasserabweisen ist.

Wer seine Handschuhe jedoch für die Freizeit bestellt, kann sich gerne beispielsweise Peccary-Leder gönnen. Peccary ist eine südamerikanische Wildschweinart und für sein besonders abriebfestes Leder bekannt. Wer heimisches Leder möchte, greift zum Nappaleder, das vom Schaf kommt und wegen seiner Geschmeidigkeit sehr geschätzt wird.

Natürlich kann auch festgelegt werden, wie der Handschuh am Handgelenk befestigt wird. Zur Wahl stehen Druckknöpfe oder Klettverschlüsse. Erstere sind extrem lange haltbar, letztere etwas variabler einstellbar, jedoch längst nicht so lange haltbar, weshalb man sich deren Einsatz bei der Bestellung teurer Handschuhe sehr überlegen sollte. Auch an ein wärmendes Fell sollte man denke, gerade auch im Sommer.

Der Grund: durch die schlechtere Durchblutung von vernarbtem Gewebe wird die verunfallte Hand nie ausreichend mit Blut versorgt, sodass an dieser Hand Hand immer das Gefühl der Kälte vorhanden ist. Ein wichtiger Punkt, auf den aber das Unternehmen Hunth von sich aus Hinweist. Es ist eben Gold wert, von Experten beraten zu werden, egal, welchen Bedarf man hat.

Höchstes Feingefühl und robuste Maschinen sind nötig, um den Faden an der korrekten Stelle durch das Leder zu stechen.

Wer nun denkt, dass es keinen Unterschied macht, ob das Leder für Schuhe, eine Hose oder einen Handschuh verwendet wird, der wird erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass das Leder für Handschuhe noch mühsam gezogen werden muss, damit es seine Gebrauchsfertigkeit für eben einen Handschuh erhält. Auch sind die verwendeten Maschinen Spezialanfertigungen, die nur entfernt etwas mit herkömmlichen Nähmaschinen zu tun haben.

Größtes Problem ist, dass die Hersteller dieser Maschinen sich schon lange vom Markt verabschiedet haben und das Ersatzteilproblem immer drängender wird. Sogar die Qualität und Stärke der heute produzierten Fäden ist nur mehr ähnlich derjenigen, die früher zu kaufen war. Auch hier zeigt sich, dass die Billigfertigung in Asien Seiteneffekte hat, die es hiesigen Handwerkern schwer macht, weiterhin Top-Qualität zu liefern.

Natürlich hat Qualität und Service traditioneller Art seinen angemessenen Preis, den sich jedoch Kenner edler Handwerkskunst gerne leisten. Wer sich entschließt, Handschuhe zu tragen, die nach guter handwerklicher Sitte gefertigt werden, tut auch ein gutes Werk für die Natur, denn die Billiganbieter können nicht nur die niedrigen Löhne ihrer Heimatländer in die Waagschale werfen, sondern nutzen nicht selten die Weiten des Atlantiks, wenn Sie auf ihren Schiffen beim Transport in die Heimat das Leder auf unzulässige, umweltschädliche Art gerben. Es ist mittlerweile Fakt, dass auf weiter See der giftige Abfall direkt über Bord entsorgt wird, während in Deutschland den Gerbern wegen der hohen Umweltauflagen die Luft zum wirtschaftlichen Überleben abhanden kam.

Doch solange es in Deutschland Unternehmen wie Huth gibt, kann der Kunde darauf vertrauen, dass sein aus Leder bestehendes Produkt allen Belastungen des Alltags gewachsen ist, mit bester Verarbeitung aufwartet und keine Schadstoffe abgibt. Im Gegenteil! Richtig gegerbtes und verarbeitetes Leder duftet sehr angenehm und vermittelt das gute Gefühl, für sein Geld einen Artikel mit Anspruch erworben zu haben.

Ein Fundus an Schablonen erleichtert das Anfertigen von Handschuhen für Kunden ohne Behinderung. Die menschliche Hand macht dies möglich, da sie sich weltweit in der Form nahezu nicht unterscheidet.

Kontaktdaten Handschuhwerkstatt Huth

Handschuhwerkstatt Huth

Gerlinde Ballin-Huth

Voglerstraße 15

97074 Würzburg

Tel.:: 0931/870036

Fax: 0931/8807800

Termine für einen Besuch in der Werkstatt nur nach vorheriger Vereinbarung.

E-Mail: info@handschuhwerkstatt.de

www.handschuhwerkstatt.de


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