Sorgenlos Parken per elektronischer Parkscheibe

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Analoge Parkscheiben bekommen Konkurrenz

Wer hat sich nicht schon einmal über einen Strafzettel geärgert, weil vergessen wurde, die Parkscheibe sichtbar auf dem Armaturenbrett abzulegen? Dieses Malheur kann in Deutschland ab sofort vermieden werden, wenn künftig eine elektronische Parkscheibe verwendet wird. Aber Achtung: In anderen Ländern ist diese nicht unbedingt erlaubt!

Derzeit werden immer mehr öffentliche Parkplätze per Kamera überwacht, wobei das Auto-Kennzeichen bei der Ein- und Ausfahrt registriert wird. Auf diese Weise wird elektronisch festgehalten, ob die erlaubte Höchstparkzeit eingehalten wurde. Ist das nicht der Fall, wird automatisch ein Bußgeldbescheid ausgestellt.

Auf Parkplätzen ohne Kameraüberwachung muss in der Regel eine manuell bediente Parkscheibe mit der korrekten Ankunftszeit sichtbar auf dem Armaturenbrett ausgelegt werden. Dies wird ab und an vergessen, sodass auch hier ein Bußgeldbescheid droht, wenn die Parkscheibe nicht sichtbar ist oder eine falsche Ankunftszeit eingestellt wurde.

Diesen Ärger kann man sich sparen, wenn eine elektronische Parkscheibe verwendet wird. Diese mit einem Bewegungssensor ausgestatteten elektronischen Uhren werden derart an der Frontscheibe befestigt, dass kontrollierende Personen mühelos die Ankunftszeit ablesen können.

Es ist auch zulässig, die Parkscheibe beispielsweise mit Klettband am Armaturenbrett zu befestigen. Dies hat den Vorteil, dass sie dadurch sehr einfach entfernt werden kann, was in Ländern, in denen keine elektronischen Parkscheiben erlaubt sind, wichtig ist, da diese dort keinesfalls neben einer analogen Parkscheibe sichtbar sein dürfen! Abgesehen davon, wird ein Batteriewechsel durch diese Befestigungslösung sehr erleichtert.

Einstellung

Die Einstellung der elektronischen Parkscheibe erfolgt über nur drei Bedienelemente. Dabei wird mit einem Kugelschreiber ein vertieft angebrachter Drücker betätigt (1) und durch mehrmaliges Betätigen das gewünschte Feld für beispielsweise Uhrzeit oder Datum angewählt und die gewünschte Einstellung mit den danebenliegende Bedienknöpfen (2, 3) vorgenommen.

Funktionsweise

Die Parkscheibe besitzt einen eingebauten Bewegungssensor. Sobald dieser registriert, dass sich das Fahrzeug nicht mehr bewegt, wird nach einigen Sekunden die Zeit der Ankunft angezeigt. Diese Parkzeit wird allerdings automatisch auf die nächste halbe Stunde eingestellt. Dies bedeutet, dass bei Ankunft um 14:05 Uhr eine Ankunftszeit von 14:30 Uhr angezeigt wird. Wird das Fahrzeug um 14:28 auf dem Parkplatz abgestellt, so wird die gleiche Ankunftszeit 14:30 Uhr angezeigt.

Wird das Fahrzeug wieder bewegt, wird die letzte Ankunftszeit gelöscht und eine neue Ankunftszeit angezeigt, sobald das Fahrzeug wieder zum Stillstand gekommen ist.

Wichtig:

Elektronische Parkscheiben sind in vielen Ländern, darunter in Österreich, Belgien, Frankreich und der Schweiz nicht erlaubt! Dort müssen zwingend manuelle Parkscheiben verwendet werden.

In Österreich und einigen weiteren Ländern ist zusätzlich eine 15-Minuten-Einteilung auf der Parkscheibe nötig, da Parkscheiben mit 30-Minuten-Einteilung nicht zugelassen sind.

  • 30-Minuten-Einteilung
  • 15-Minuten-Einteilung

Wer ganz sicher gehen will, kann sich für einen Österreich-Besuch auch eine speziell für Österreich produzierte Parkscheibe besorgen.

Allerdings ist diese Scheibe in Deutschland und der Schweiz ungültig, da hier die Parkscheibe zwingend im 30-Minuten-Raster eingestellt werden muss, weshalb die in Viertelstunden unterteilte österreichische Version formell ungültig ist.

Deshalb ist es eine gute Idee, stets beide Varianten mitzuführen, um im jeweiligen Land die passende Parkscheibe verwenden zu können.

Da jedoch immer öfters auf Parkplätzen per Videokamera das Autokennzeichen erfasst wird, wird sich das Parkscheibenproblem wohl mit der Zeit von selbst lösen.

Sorgenlos Parken per elektronischer Parkscheibe


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